Aktivität des Coronavirus bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen

01.04.2020

Im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus wird darüber diskutiert, bei welchen klimatischen Bedingungen das Virus länger aktiv und damit ansteckend ist. Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass das Coronavirus länger überlebt, wenn die Temperaturen niedrig sind und dazu geringe Luftfeuchtigkeit herrscht. Bei hohen Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit von 40 – 60% r.F. dagegen sinkt die Lebensdauer des Virus.

Insbesondere in Innenräumen ist während der Heizperiode die Luftfeuchtigkeit sehr gering – teilweise unter 20% r.F. Dagegen hilft auch kein Lüften, da kalte Außenluft nur wenig absolute Feuchte enthält. Wohn-, Arbeits- und gewerbliche Räume sollten befeuchtet werden. Denn ähnlich wie Staub werden auch Keime, Bakterien und Viren bei einer hohen Luftfeuchtigkeit gebunden, sie werden schwerer und sinken zu Boden. Sie sind bei hoher Luftfeuchtigkeit einfach nicht mehr so schwebfähig wie bei trockener Luft. Zudem schützt eine gesunde Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute in Nase und Rachen vor dem Austrocknen. Schleimhäute sind das Schutzschild des Körpers gegen Keime, Bakterien und Viren. Damit senkt eine höhere Luftfeuchtigkeit die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten deutlich.

Das ZDF behandelt das Thema in einem interessanten Bericht, der den Zusammenhang von klimatischen Bedingungen und Virus-Aktivität erklärt.

Klicken Sie hier, um den Bericht zu sehen.